Zahnerkrankungen Hund und Katze

Zahnerkrankungen bei Hunden und Katzen sind keine Seltenheit. Und mindestens genauso ernst sollte man diese nehmen. Denn die Zahngesundheit kann wesentlichen Einfluss auf das Allgemeinwohl des Tieres wie auch auf die Lebensdauer nehmen.

Warum ist Zahngesundheit so wichtig?

Zahnerkrankungen Hund und Katze sind nicht nur oft mit Schmerzen oder unangenehmen Gefühlen verbunden. Entzündliche Prozesse in der Maulhöhle können zahlreiche Auswirkungen auf den gesamten Organismus haben. Denn mittlerweile weiß man, dass Bakterien im Zahnbelag über die Blutbahn den ganzen Körper beeinflussen können.

Zahnprobleme können somit auch andere schwerwiegende Erkrankungen wie auslösen, wie z.B. Diabetes mellitus sowie Lungen- und Herzerkrankungen.

Zahnsanierung Katze

Die häufigsten Zahnerkrankungen Hund und Katze

Zu den häufigsten Zahnerkrankungen bei Hund und Katze gehören Zahnstein, Zahnfleischentzündungen und Parodontose. Bei Tieren über 6 Jahren treten diese in 80% auf. Besonders problematisch ist dabei die Parodontose (eine entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparats).

Wie entsteht Parodontose?

Früher wurden lockere Zähne und Zahnausfall zu den „normalen“ Alterserscheinungen bei Hunden und Katzen gezählt. Jedoch ist mittlerweile bekannt, dass infektiöse Prozesse genau diese Erkrankungen hervorrufen. Verantwortlich für die Infektionen sind lebende Bakterien im Zahnbelag (Plaque), der verhärtet und zu Zahnstein wird. Das bedeutet, dass Tiere mit Zahnstein und -Belag an Parodontose erkranken können.

Zahnerkrankung beim Hund

Anzeichen für Zahnerkrankungen

Hunde und Katzen mit Zahnerkrankungen leiden oft an …

  • Mundgeruch
  • übermäßigen Speichelfluss
  • Schluckbeschwerden
  • verminderte bis gar keine Futteraufnahme

Da viele Tiere Schmerzen nicht immer offensichtlich äußern und sich auch nicht jedes Tier gerne zuhause in den Mund schauen lässt, empfehlen wir eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung beim Tierarzt.

Die Vorsorgeuntersuchung

Zur Beurteilung der Zahngesundheit überprüft der Tierarzt die Maulhöhle des Hundes oder der Katze ganz genau. Dabei kann bereits die Ausbreitung von Zahnbelag, Zahnstein, Zahnfleischentzündungen (Gingivitis) oder auch Wucherungen und Veränderungen im Zahnfleischbereich festgestellt werden. Ist dies der Fall besprechen Sie gemeinsam weitere Therapiemöglichkeiten und Empfehlungen.

Das Dentalröntgen

Da äußerlich bzw. oberflächlich nur ein Teil des Zahnes sichtbar ist, kann es vorkommen, dass eine Röntgenaufnahme der Zähne notwendig ist. Denn nur dann lässt sich der Zahnstatus vollumfänglich feststellen. Veränderungen des Kieferknochens, Wucherungen oder Wurzelschäden sowie Frakturen können durch diese Methode entdeckt und behandelt werden.

Dentalröntgen Hund Katze
Dentalröntgen Röntgenbild
Dentalröntgenaufnahme Hund Katze

Zahnsanierung: Der Ablauf in unserer Praxis

Vor dem geplanten Zahnsanierungs-Termin wird Ihr Hund oder Ihre Katze hinsichtlich der Narkosesicherheit untersucht. Welche Maßnahmen in diesem Zuge wichtig sind, erfahren Sie hier:

Zum Thema: Anästhesie und Narkose

Am Tag der Zahnsanierung bringen Sie Ihr Tier nüchtern zu uns in die Praxis. Dies ist wichtig, da wir Ihren Hund oder Ihre Katze in Narkose legen müssen und manche Medikamente Übelkeit hervorrufen können.

Die Zahnreinigung

Liegt der Patient stabil in Narkose, kann die Zahnsanierung beginnen. Je nach vorliegender Erkrankung wird nun Zahnstein mittels Ultraschalles entfernt, Zahnfleischtaschen gesäubert und im Anschluss die Zähne poliert.

Aufgrund der glatten Oberfläche kann Plaque schlechter haften bleiben und beugt die Neubildung von Zahnstein vor.

Die Zahnextraktion

Sind Zähne schwer beschädigt, müssen diese gezogen werden. Bei abgebrochenen Zähnen oder weiteren Zahnerkrankungen wird auch die entsprechende, individuelle Therapie eingeleitet.

In diesem Fall ist das Dentalröntgen essentiell, da nur so festgestellt werden kann, ob nach der Zahnextraktion (Zahn ziehen) alle Wurzelreste entfernt wurden. Verbleibt ein Teil der Wurzel oder des Zahns zurück, kann dieser sich entzünden und große Probleme verursachen.

Nach der Zahnsanierung

Im Anschluss an die Behandlung wird der Patient in seine Aufwachbox gebracht. Dort darf er unter Wärmeeinfluss, an einer Infusion und bei Bedarf mit Medikamenten versorgt, gemütlich und unter unserer aufmerksamen Betreuung aufwachen.

>> So wird Ihr Tier bei uns untergebracht <<

Bei der Abholung erklären wir Ihnen nochmals genau, wie die Behandlung verlief und wie es nun für Ihren Vierbeiner weitergeht. Beispielsweise ob und wann Folgeuntersuchungen notwendig sind und wie die Medikamente für zuhause verabreicht werden. Dies können schmerzstillende, entzündungshemmende Medikamente, oder auch Antibiotika sein.

Wenn Ihr Tier wieder vollständig wach und fit ist, darf es noch am gleichen Tag wieder nach Hause gehen. Es kann sein, dass es anfänglich noch zögerlich frisst oder empfindlich im Mundbereich ist. Dies legt sich aber kontinuierlich im weiteren Verlauf.

Mit einer Haustierversicherung sind Sie auch in Sachen Zahnerkrankungen gut bedient. Gerne berät Sie unser kompetenter Partner MiTo-Versicherungen kostenfrei hierzu.

Warum ist Zahngesundheit so wichtig?

Wie wir Menschen auch, können Hunde und Katzen an Zahnerkrankungen leiden. Diese sind nicht nur oft mit Scherzen oder unangenehmen Gefühlen verbunden. Entzündliche Prozesse in der Maulhöhle können zahlreiche Auswirkungen auf den gesamten Organismus haben. Denn mittlerweile weiß man, dass Bakterien im Zahnbelag über die Blutbahn den ganzen Körper beeinflussen können. Zahnprobleme können somit auch andere schwerwiegende Erkrankungen wie auslösen, wie z.B. Diabetes mellitus sowie Lungen- und Herzerkrankungen.

Was passiert eigentlich bei einer Impfung?

Eine nicht krank machende Version des Krankheits-Erregers wird dem Tier unter die Haut gespritzt. Das können getötete Erreger sein oder auch nur Bruchstücke davon. Man täuscht dem Körper so eine Infektion vor und er kann effektiv Antikörper dagegen bilden und sich das Aussehen des Erregers mit sogenannten Gedächtniszellen merken.

Wenn das Tier nun mit einem „richtigen“ Krankheits-Erreger in Berührung kommt, kann der Körper ganz schnell passende Antikörper bilden und die Infektion abwehren.

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Warum sind Impfungen so wichtig?

Ihr Tier kann nachhaltig vor vielen Erkrankungen geschützt werden, wenn es geimpft ist. Und nicht nur das: Auch die Ansteckungsgefahr von anderen Hunden kann durch eine Impfung deutlich reduziert werden.

Was passiert eigentlich bei einer Impfung?

Eine nicht krank machende Version des Krankheits-Erregers wird dem Tier unter die Haut gespritzt. Das können getötete Erreger sein oder auch nur Bruchstücke davon. Man täuscht dem Körper so eine Infektion vor und er kann effektiv Antikörper dagegen bilden und sich das Aussehen des Erregers mit sogenannten Gedächtniszellen merken.

Wenn das Tier nun mit einem „richtigen“ Krankheits-Erreger in Berührung kommt, kann der Körper ganz schnell passende Antikörper bilden und die Infektion abwehren.

Gegen welche Erkrankungen muss ich meinen Hund impfen lassen?

Für Hunde ist der Schutz vor folgenden Erkrankungen wichtig:

  • Parvovirose (eine Durchfallerkrankung)
  • Tollwut
  • Leptospirose
  • Staupe
  • infektiöse Leberentzündung (Hepatitis contagiosa canis)

Hunde, die viel und engen Kontakt mit anderen Hunden haben, können auch gegen verschiedene Erreger des Zwingerhusten-Komplexes geimpft werden.

Da die Impfungen bei Welpen öfter und bei erwachsenen Hunden im 1-3 Jahres-Rhythmus wiederholt werden müssen, bietet sich folgendes Schema an:

Welpen sollten mit 8, 12 und 16 Wochen jeweils einmal geimpft werden. Danach wieder mit einem halben Jahr und 15 Monaten. Anschließend bekommt Ihr Hund jährlich abwechselnd einmal eine „große“ und einmal eine „kleine“ Impfung. Sprechen Sie uns gerne an, unser Welpen-Checkheft hilft Ihnen, alle Termine und die Entwicklung Ihres Welpen im Überblick zu behalten.

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Gegen welche Erkrankungen muss ich meine Katze impfen lassen?

Bei Wohnungskatzen:

  • Katzenschnupfen
  • Katzenseuche

Bei Freigängern oder Aufenthalt in einer Tierpension außerdem:

  • Tollwut (bei Freigängern)
  • Katzenleukämie
  • infektiöse Bauchfellentzündung (FIP)

Und gegen was muss ich mein Kaninchen impfen lassen?

  • Myxomatose
  • RHD 1 & 2 (Chinaseuche)

RHD steht für Rabbit Haemorrhagic Disease (Chinaseuche). Die Erkrankung wird durch ein Virus verursacht. Jahrelang trat in Deutschland nur die Virusvariante RHD 1 auf, seit 2014 breitet sich nun auch die RHD 2 Variante aus. Die Erkrankung wird u.a. durch Zecken, Mücken, kontaminiertes Grünfutter oder durch direkten Kontakt übertragen. Nach einer Infektion kommt es meist innerhalb von 1-3 Tagen zum Tod.

Die bisherigen Impfstoffe decken nur die RHD 1 Variante des Virus ab, deswegen ist es notwendig Kaninchen noch mit einem speziellen RHD 2 Impfstoff zu schützen. Dieser neue Impfstoff liegt uns jetzt vor. Er muss in einem Abstand von mindestens 14 Tagen zu anderen Impfstoffen eingesetzt werden und alle 6 Monate aufgefrischt werden.

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